30. Künstlerfahnenfestival „Verspeise die leise Weise“ im Stadt- und Fachwerkmuseum Eppingen


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Fahnenkunst zwischen Altstadt und Museum: Nicole Bianchet in Eppingen
Das 30. Künstlerfahnenfestival „Verspeise die leise Weise“ verbindet den öffentlichen Raum der Altstadtstraße mit den Ausstellungsräumen des Stadt- und Fachwerkmuseums „Alte Universität“. Die Präsentation von Nicole Bianchet entfaltet ein Kunsterlebnis, das Malerei, Installation und performative Geste zu einer poetischen Erzählung über Material, Zeit und Erinnerung verdichtet.
Ein Festival als ästhetische Erfahrung
In Eppingen treffen großformatige Bilder auf Fahnen im Stadtraum. Diese doppelte Präsenz schafft eine Ausstellungsatmosphäre, die das Sehen weitet: draußen die Bewegung der Straße, drinnen die konzentrierte Werkbetrachtung. Bianchet arbeitet mit Farbe, Messer und Stimme und setzt damit auf archaische Mittel, die im zeitgenössischen Kontext überraschend frisch wirken.
Material, Spur und Transformation
Die Werke entstehen aus einem körperlichen, prozesshaften Zugriff auf das Material. Einschnitte in den hölzernen Bildträger, lasierende Farbschichten und performative Spuren machen den Herstellungsprozess sichtbar. Gerade darin liegt die Kraft dieser Ausstellung: Sie zeigt nicht nur fertige Kunstwerke, sondern auch die Energie ihrer Entstehung. So wird die Werkbetrachtung zum Nachvollzug einer künstlerischen Handlung.
Kunsthistorischer Kontext und regionale Verankerung
Nicole Bianchet studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Karin Sander und Gustav Kluge. Sie lebt und arbeitet international, unter anderem in den Niederlanden und in Heilbronn, und ist in der Sammlung Würth vertreten. Für das Jubiläum in Eppingen entwickelte sie neue Arbeiten, die sich mit der Geschichte der Stadt und der Region Kraichgau auseinandersetzen. Damit verbindet sich Gegenwartskunst mit lokaler Identität und kultureller Bildung auf überzeugende Weise.
Das Museum als Ort lebendiger Kulturgeschichte
Das Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität“ bietet mit über 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen passenden Rahmen für diese Gegenwartsausstellung. Die Sammlung fokussiert Fachwerkbau, Stadtgeschichte und wechselnde Präsentationen zur Kunst der Gegenwart sowie zur Regionalgeschichte. Gerade diese Spannweite macht den Besuch reizvoll: historische Architektur, museale Präzision und künstlerische Offenheit greifen hier ineinander.
Für wen sich der Besuch besonders lohnt
Wer Kunst liebt, die zwischen Installation, Malerei und Raumintervention vermittelt, findet hier einen stimmigen Anlass für einen Besuch. Das Fahnenfestival entfaltet seine Wirkung im Wechselspiel von Architektur, Licht und Bewegung. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung von öffentlichem Stadtraum und Museum, die den Rundgang zu einem offenen Kunsterlebnis macht.
Fazit: „Verspeise die leise Weise“ bietet weit mehr als eine klassische Ausstellung. Besucherinnen und Besucher erwartet ein poetischer Dialog zwischen Werk, Ort und Geschichte. Wer zeitgenössische Kunst in einer historisch geprägten Umgebung erleben möchte, sollte diese Ausstellung in Eppingen unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Nicole Bianchet:
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